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Nach Informationen des Münchner Merkur wird Söder heute Mittag in seiner Regierungserklärung ankündigen, dass ihn im kommenden Jahr seine erste große Reise als Ministerpräsident auch nach Afrika führt. Bislang stand der Kontinent nicht im Fokus der bayerischen Landespolitik – aus der CSU nahm sich eigentlich nur Entwicklungshilfeminister Gerd Müller ernsthaft der Bekämpfung von Fluchtursachen an. Die Reisen der Ministerpräsidenten waren in der Regel von wirtschaftlichen Interessen geprägt, auch in Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten. Edmund Stoiber und Horst Seehofer reisten zudem mehrfach nach Russland.

Für Söder selbst ist es allerdings nicht die erste Reise auf den Kontinent. Schon als Gesundheitsminister besuchte er Kenia, wo er sich über Gesundheits- und Naturschutzprojekte informierte.

Markus Söder: Zahl der Asylbewerber in Bayern gesunken

„Damit viele Menschen sich gar nicht erst auf den gefährlichen Weg der Flucht machen, ist die Bekämpfung der Fluchtursachen vor Ort eine gemeinsame internationale Aufgabe“, sagte der CSU-Politiker dann in seiner Regierungserklärung im Landtag in München. „Deshalb wird mich meine erste große Auslandsreise im kommenden Jahr auch nach Afrika führen.“

Nach Söders Angaben ist die Zahl der Asylbewerber in Bayern in diesem Jahr deutlich gesunken. Rund 22 000 Asylanträge seien es bis Ende des Jahres. „Im gleichen Zeitraum wurden 15 000 Asylbewerber zurückgeführt oder haben das Land freiwillig wieder verlassen“, betonte Söder. Im Jahr 2016 habe es in Bayern noch rund 82 000 Asylanträge gegeben.